Beschreibung

Der Himmel wird größer.
Große Entfernung, alte Bogentraditionen und die Frage, was mit einem Schuss passiert, wenn das Ziel plötzlich weit draußen steht.
Wie weit kann ein Ziel entfernt sein, bevor sich Bogenschießen plötzlich ganz anders anfühlt?
Über Jahrhunderte haben unterschiedliche Kulturen darauf ihre eigenen Antworten gefunden. Englische Langbogenschützen trainierten an den sogenannten Butts. Im koreanischen Gungdo liegt das traditionelle Ziel 145 Meter entfernt. Im Osmanischen Reich wurde auf weit entfernte Puta-Ziele geschossen – und beim Menzil-Schießen ging es schließlich nur noch um eine Frage: Wie weit kann dieser Pfeil fliegen?
Lucian nimmt uns mit auf eine kleine Reise durch diese Traditionen – nicht als historische Nachstellung, sondern mit Pfeil und Bogen in der Hand.
Was verändert sich, wenn das Ziel immer weiter wegrückt? Wie beeinflussen Winkel, Wind, Bogen und Pfeil den Schuss? Und was passiert mit unserer Wahrnehmung, wenn ein Pfeil plötzlich lange unterwegs ist?

Drei Bogentraditionen – und drei ganz unterschiedliche Arten, große Entfernung zu erleben.
01
ENGLAND · THE BUTTS
Training auf Entfernung. Im mittelalterlichen England gehörte regelmäßiges Training mit dem Langbogen zur militärischen Vorbereitung. Geschossen wurde unter anderem an sogenannten Butts – Erdaufschüttungen oder Zielwällen, an denen Ziele für das Bogentraining angebracht wurden.
02
KOREA · GUNGDO
145 Meter. Im traditionellen koreanischen Bogenschießen liegt das Ziel bis heute 145 Meter entfernt. Haltung, Konzentration und Etikette gehören dabei ebenso zum Schießen wie die Fähigkeit, Wind und Entfernung einzuschätzen.
03
OSMANISCH · PUTA & MENZIL
Treffen – oder einfach weiter. Beim Puta-Schießen wurden besondere Lederziele aus großer Entfernung beschossen. Beim Menzil-Schießen verschwand das Ziel schließlich ganz: Entscheidend war nur noch, den Pfeil möglichst weit fliegen zu lassen.
Was diese Traditionen miteinander verbindet, ist nicht ein bestimmter Bogen und auch nicht eine einzige Schusstechnik.
Es ist die Entfernung.
Auf große Distanz wird plötzlich sichtbar, wie viel zwischen Lösen und Auftreffen geschieht. Ein kleiner Unterschied im Winkel verändert den gesamten Flug. Wind bekommt Zeit, auf den Pfeil einzuwirken. Bogen und Pfeil zeigen deutlicher, was in ihnen steckt.
Und der Schütze beginnt, nicht nur das Ziel zu beobachten – sondern den ganzen Weg dorthin.
Je weiter das Ziel, desto sichtbarer wird der ganze Schuss.
Historisches Weitschießen bei BOWFIRE® ist keine Reenactment-Veranstaltung.
Du brauchst keinen englischen Langbogen, keinen koreanischen Hornbogen und keinen osmanischen Kompositbogen. Jeder Bogen ist willkommen.
Wir schauen uns gemeinsam an, wie unterschiedlich Menschen über Jahrhunderte mit großer Entfernung umgegangen sind – und probieren anschließend selbst aus, was davon mit unserem eigenen Bogen erfahrbar wird.
Wie viel Höhe braucht mein Pfeil? Wie verändert sich seine Flugbahn? Wo landet er, wenn ich nur eine Kleinigkeit ändere? Und welche Entfernung fühlt sich mit meinem Bogen eigentlich noch kontrollierbar an?

AUF ENTFERNUNG
Weit draußen treffen.Wir beginnen mit dem klassischen Gedanken des Weitschießens: Ein Ziel steht weit entfernt und der Pfeil muss seinen Weg dorthin finden.
WINKEL & WIND
Dem Pfeil zusehen.Je länger der Pfeil unterwegs ist, desto mehr gibt es zu beobachten. Höhe, Winkel, Wind und Material beginnen miteinander zu spielen.
MENZIL
Wie weit geht noch?Und irgendwann darf das Ziel ganz verschwinden. Dann zählt nur noch der Flug – und die spannende Frage, welche Weite mit dem eigenen Bogen möglich ist.
max. 20 Schützen
ANKOMMEN
Zum Einstieg schauen wir gemeinsam auf Material, Sicherheit und die Besonderheiten des Schießens über größere Distanzen. Dann dürfen die ersten Pfeile fliegen.
HISTORISCHE SPUREN
England, Korea und das Osmanische Reich haben ganz unterschiedliche Formen des Weitschießens entwickelt. Lucian erzählt, was dahintersteckt – und was davon für unseren eigenen Schuss interessant ist.
AUSPROBIEREN
Wie verändert sich der Schuss mit Entfernung, Winkel und Wind? Wir probieren aus, beobachten die Flugbahn und reagieren mit dem nächsten Pfeil darauf.
WEITE
Zum Schluss bekommt das Weitschießen seinen einfachsten Gedanken zurück: einen Pfeil auf die Reise schicken und sehen, welche Weite mit dem eigenen Bogen möglich ist.

Sonntag · 27.09.2026
9–12 Uhr
3 Stunden
25 € pro Teilnehmer
BOWCARD©
Jeder Bogen erlaubt
max. 20 Schützen
erster Probetermin
Drei Stunden lang schauen wir über den gewohnten Parcoursrand hinaus. Auf alte Bogentraditionen, auf große Entfernungen – und vor allem auf den langen Weg unseres eigenen Pfeils.
Das Ziel wird kleiner. Der Himmel wird größer.





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